Gendern gelöst? Warum das „Lösungchen“ aus der Community die eleganteste (und süßeste) Debatte anstößt

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Die Gender-Debatte in Deutschland ist festgefahren. Die Fronten sind verhärtet: Die einen fordern geschlechtergerechte Sprache für mehr Sichtbarkeit, die anderen klagen über unleserliche Texte voller Sternchen, Doppelpunkte und geschwollener Partizip-Konstruktionen wie „Projektleitende Person“.

Doch mitten im bürokratischen Formulierungs-Frust hatte ein Reddit-User auf r/FragReddit eine Erleuchtung, als er morgens ein Rotkehlchen auf seinem Balkon beobachtete. Seine Entdeckung? Ein grammatikalischer Geniestreich, der das Problem auf einen Schlag lösen könnte: Das Diminutiv „-chen“.

Der Auslöser für den Reddit-Post war ein klassisches Alltagsproblem in der modernen Arbeitswelt: Der Verfasser scheiterte kläglich daran, eine geschlechtsneutrale und gleichzeitig flüssig lesbare Arbeitsanweisung zu schreiben.

Das Wort „Projektleiter“ kam im Text mehr als zehn Mal vor. Offiziell korrekt wäre die Paarform „der Projektleiter oder die Projektleiterin“ gewesen – ein absoluter Liebesentzug für den Lesefluss. Moderne Alternativen wie Projektleiter*innen oder Projektleiter:innen sind weder offiziell noch einheitlich geregelt, und das ständige „der/die“ oder „der*die“ macht jeden Satz optisch unruhig.

Die Rettung? Die Biologie und die deutsche Grammatik.

Im Deutschen haben alle Wörter, die auf die Verkleinerungsform „-chen“ enden, automatisch den Artikel „das“. Es ist völlig egal, welches Geschlecht das Ursprungswort hatte – das Diminutiv macht es grammatikalisch sächlich und damit absolut geschlechtsneutral.

Aus dieser Beobachtung heraus entstand der revolutionäre Vorschlag für den Büroalltag:

„Das Projektleiterchen“

Wie würde das im Alltag aussehen?

Wenn wir dieses System konsequent auf die Arbeitswelt und den Alltag übertragen, würden wir uns in einer merklich freundlicheren (wenn auch etwas niedlicheren) Sprachwelt wiederfinden:

  • Der Chef / Die Chefin -> Das Chefchen
  • Der Mitarbeiter / Die Mitarbeiterin -> Das Mitarbeiterchen
  • Der Kunde / Die Kundin -> Das Kundchen
  • Der Arzt / Die Ärztin -> Das Ärztchen

Die Community reagierte sofort und spann das Szenario im Reddit-Thread ironisch weiter:

„Liebes Chefchen, die Arbeitsbedingungen sind unhaltbar. Wir verlangen eine Umstrukturierung. MfG, Ihre Mitarbeiterchen.“

Auch wenn der Vorschlag mit einem Augenzwinkern eingebracht wurde, legt er den Finger genau in die Wunde der aktuellen Sprachdebatte. Er zeigt, dass das größte Problem des Genderns im Deutschen die Sperrigkeit der Artikel und Endungen ist. Das „Lösungchen“ umschifft die Klippen von Identitätspolitik und Grammatik-Frust auf die wohl charmanteste Art und Weise.

Ob sich Das Chefchen im nächsten Jahresbericht durchsetzt, bleibt abzuwarten – der administrative Sprachalltag wäre damit aber definitiv um einiges unterhaltsamer.

Quelle: r/FragReddit auf Reddit

Wie steht ihr dazu?

Jetzt ist die Community gefragt! Was haltet ihr von diesem grammatikalischen Geniestreich? Wäre das „Lösungchen“ eine willkommene Abwechslung im bürokratischen Alltag, oder geht euch die Verniedlichung dann doch ein Stück zu weit? Schreibt uns eure Meinung, eure besten Wortkreationen oder eure Kritik direkt in die Kommentare – wir sind gespannt auf eure Diskussion!

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Keine Lust auf Textchen? Dann schaut euch das Video an!

Weil Bilder und Ton manchmal mehr sagen als tausend geschriebene Wörtchen, haben wir die skurrilsten und besten Argumente dieser Debatte noch einmal im Video für euch zusammengefasst. Ton an, zurücklehnen und genießen – das wird ein Festchen!

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